Nikki Böhler über Open Food Data Hackdays 2018 für Food- und Technologie-Interessierte

Nikki Böhler ist als Projektmanagerin für die Organisation der Open Food Data Hackdays 2018 in Lausanne und Basel verantwortlich. In einem kurzen Interview erzählt sie von den diesjährigen Open Food Data Hackdays, Teilnehmern und Projektideen von 2017 und rät Food- und Technologie-Interessierten, die eine Projektidee haben, bei den Open Food Data Hackdays 2018 mitzumachen.

 

Hallo Nikki. Die Open Food Data Hackdays in Lausanne und Basel, die ihr jetzt organisiert, sind aus meiner Sicht ein gutes Format, um interessierte Hacker, Designer, Bauern und weitere Interessierte zusammenzubringen, voneinander zu lernen und für Branchen-Probleme nach Lösungen zu suchen. Wie lange macht ihr das und warum?

Effektiv wurde das Open Food Data Programm im Februar 2017 mit den ersten zwei Hackathons gestartet. Das Ziel des Programms ist es einerseits, mehr Daten mit Bezug zur Nahrungsmittelindustrie öffentlich zu machen. Andererseits wollen wir auf deren Basis neue und innovative Projekte entstehen lassen und fördern.

Wer war der Ideenträger und wer gehört zum Umsetzungsteam?

Ideenträger war insbesondere Hannes Gassert, welcher nun mit Nikki Böhler das Programm leitet.

Wie sind die Hackdays von 2017 gelaufen und was kommt in diesem Jahr auf neue Teilnehmer zu?

Wir hatten an den Hackdays von 2017 über 200 Teilnehmer in Lausanne und Zürich, insgesamt über 20 Projektideen und 6 Projektgewinner, welche bis nun von Opendata.ch unterstützt wurden. Darunter sind FoodImmune, MeatStory, NutriMenu, Jarvis the Nutritionist und OpenReceipts.

Die Hackdays von 2018 werden am 27. und 28. Januar in Lausanne und am 16. und 17. Februar in Basel stattfinden. In Lausanne freuen wir uns darüber, Teil der Applied Machine Learning Days zu sein, was eine optimale Plattform für uns ist. In Basel dürfen wir uns in der wundervollen alten Markthalle zu Hause fühlen.

Wir werden wieder hoch interessante Herausforderungen und neue Datensätze an den Hackdays dabei haben, zum Beispiel eine neue Plattform des Blockchain-Projekts Ambrosus, Daten über den Food Waste in Restaurants von Prognolite und eine Food-Sensoren-Herausforderung von SwissDecode.

Wer waren die Teilnehmer des Open-Food-Data-Programms von 2017?

Unsere Hackdays zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass wir jeweils alle möglichen Akteure dabei haben. An den letzen Open Food Data Hackdays waren es Designer, Programmierer, Bauer, Unternehmer, aber auch Food Blogger, welche sich für die Nahrungsmittelbranche und Innovation interessieren.

Wie werden Projektideen gefunden? Sind es Herausforderungen, die Grossunternehmen oder KMUs haben, Probleme, die man als Teilnehmer selber mitbringt, oder statistische Daten aus der Food-Branche?

Projektideen dürfen von allen Teilnehmern kommen – von Startups, KMUs, Bundesämtern wie auch Privatpersonen. Zum Teil sind es korrekte Projektideen, zum Teil Herausforderungen oder auch nur Datensätze, die präsentiert werden.

Wenn man etwas hacken möchte, müsste man sein Team finden. Wie kommen Teams zusammen?

Die Teams entstehen durch die Projektzuteilung. Als Teilnehmer hört man sich alle Projektvorschläge an und entscheidet sich dann für eine Idee. Dadurch landet man automatisch mit gleichgesinnten Teilnehmern in einem Team.

Ich nehme an, dass man an den Hackdays immer in Zeitnot ist. Trotzdem muss man am Ende etwas zeigen. Geht es eher um die Entwicklung eines Prototyps und das Testen einer Idee in der Community?

Generell freuen wir uns über die Entwicklung eines Prototyps. Doch dies ist natürlich nicht in allen Fällen möglich.

Welche Ideen haben aus deiner Erfahrung und Perspektive mehr Chancen auf eine Preis oder die Weiterverfolgung?

Die Gewinner des letzten Jahres waren sehr divers und dies streben wir dieses Jahr auch wieder an. Es gibt also keine besonderen Favoriten.

Wo sind aktuell Projekte von 2017?

Die Projekte von 2017 haben nun ihren MVP bereit und testen damit das Marktinteresse. Die finalen Berichte der Projekte findet man auf unserer Webseite. Aus unserer Sicht befinden wir uns in der letzten Phase, wo wir die Projekte mit relevanten Industrieakteuren oder Investoren verbinden.

Was würdest du einem Designer empfehlen, der ein Problem im Food-Sektor sieht, sich eine Lösung überlegt hat, aber keine Programmiererkenntnisse hat?

Er soll unbedingt an den Open Food Data Hackdays 2018 teilnehmen. Der grosse Vorteil unserer Hackathons ist, dass Individuen mit diversen Hintergründen zusammenkommen. Dementsprechend befindet sich in jedem Team bestimmt auch ein Programmierer oder Ingenieur, der sich um die technische Umsetzung kümmern kann.

Open Food Data Hackdays 2018 finden vom 27. bis 28. Januar 2018 an der EPFL in Lausanne und am 16. bis 17. Februar 2018 in der Alten Markthalle in Basel statt. Mehr dazu auf der Projektseite von Opendata.ch.

 

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