134 ICO Start-ups, die ihre Branchen mit Blockchain umkrempeln wollen

Das Team von CB Insights veröffentlichte vor kurzem eine Liste mit Blockchain-Start-ups, die den Weg eines ICOs (Initial Coin Offering) gewagt und somit sich die Vorfinanzierung gesichert haben.

 

Die Sektoren, wo diese Start-ups aktiv sind, umfassen u.a. Asset Management, Exchanges & Wallets, Media & Advertising, Gambling & Gaming, Infrastructure & Development, Computing & Storage, DAO & Token Launch, Trading, Browsers & Social, Crowdfunding & Lending, Prediction Markets, Healthcare & Insurance, Identity & Internet of Things, Payment & Banking und Financial Services.

Unter den 134 Start-ups finden sich fünf Unternehmen mit Sitz in der Schweiz: Ethereum, Melonport, Tezos, Monaco und Lykke.

Die Liste ist insofern nützlich, weil sie erstmal verstehen hilft, welche Probleme  die Blockchain-Technologie lösen kann, wo sie ihre Verwendung findet und welche Geschäftsmodelle auf Blockchain aufgebaut werden können.

Asset Management

Im Asset-Management-Bereich ist z.B. ICONOMI interessant. Das Start-up bietet einen Marktplatz für digitale Assets. Die Nutzer können in digitale Assets wie Bitcoin, Ether, Digital Cash, Gnosis, Bancor, Civic usw. investieren. Unter den digitalen Assets finden sich nicht nur digitale Währungen, sondern auch Beteiligungen in Projekten, die Services auf Blockchain-Basis anbieten. Dabei kann man sie nach Performanz, Marktkapitalisierung und technischen Parametern einschätzen. Es wird davon ausgegangen, dass Investoren so ihr eigenes Portfolio zusammenstellen, managen und in der langfristigen Perspektive eine Rendite erwirtschaften werden.

Exchanges & Wallets

Im Bereich Exchanges & Wallets bieten Start-ups wie OmiseGO, Mothership eine Plattform zum Austausch von digitalen Assets. OmiseGO bietet z.B. sogenannte Digital Wallets, mit deren Hilfe man digitale Assets austauschen und Zahlungstransaktionen mit Bargeld und Kryptowährungen unabhängig von der Gerichtsbarkeit sowie über Organisationen und Grenzen hinweg  durchführen kann.  Einige davon sind noch nicht gestartet, haben sich aber bereits die Vorfinanzierung gesichert. Mothership z.B. will den Austausch von digitalen Assets ermöglichen und neben der Trading-Plattform eine digitale Signatur und den eResidency-Service integrieren.

Media & Advertising

Im Bereich Media & Advertising wollen viele Start-ups die Branche umkrempeln. So führt z.B. Po.et ein Buch, wo Meta-Daten und Informationen über die Inhaberschaft von digitalen Assets registriert werden. Po.et bietet sozusagen Proof of Existence für Nutzer, die Content kreieren. Opus Foundation will z.B. den Musikmarkt dezentralisieren und Musikschaffenden 100% Einnahmen vom Verkauf von Musik-Content übergeben. Synereo entwickelt Tools, die Content-Schaffenden und Content-Kuratoren helfen sollen, ihren Content ohne Werbung zu monetisieren.

Gambling & Gaming

Im Sektor Gambling & Gaming bietet Kibo eine Plattform, wo Veranstalter Lotterien auf Basis von Smart Contracts anbieten können. PEERPLAYS will Nutzern eine Möglichkeit geben, Wettgeschäfte direkt und ohne Vermittler abzuschliessen.

Trading

Im Trading-Bereich gibt es schon Services wie Crypto Ping, die einem ermöglichen, von Ereignissen auf Kryptomärkten benachrichtigt zu werden. Das andere Start-up Lykke, das übrigens in der Schweiz sitzt, bietet Nutzern eine App, mit der sie digitale Assets und Währungen wie Bitcoin, Ether und FX kaufen und verkaufen können.

Browsers & Social

Nimiq entwickelt eine Browser-basierte Blockchain und will damit für Nutzer den Zugang zum Mining und Wechsel von Geld gegen Kryptowährungen erleichtern. Matchpool will für Business-Communities eine Plattform schaffen, wo Mitglieder Tokens für ein erfolgreiches Zusammenbringen von anderen Mitgliedern verdienen und verkaufen können.

Crowdfunding & Lending

Vielleicht sollten grosse Crowdlending-Spieler sich eine andere technologische Plattform überlegen. Sonst machen das für sie WeTrust oder Suretly.

Prediction Markets

Der Prediction-Markt für Entwicklungen auf den digitalen Märkten ist auch erst in seiner Start-Phase. Aber es gibt schon Jungunternehmen, die hier aktiv werden, z.B. Augur, das ein Vorhersage-Tool für Kryptomärkte entwickelt.

Healthcare & Insurance

Wenn man sich Use Cases für die Blockchain im Gesundheitsbereich überlegt, erscheint zumindest ein Use Case als wichtig – das Abspeichern und Patientendaten, die sicher vor Manipulation sind und in Echtzeit für alle Beteiligten verfügbar sind. Der Einsatzbereich von Patientory liegt in der sicheren Speicherung  von Patienten-relevanten Daten, die in Echtzeit verwaltet werden können. Das andere Start-up Encrypgen will mit seiner Blockchain-basierten Software Patienten mit Spendern und Unternehmen mit der Wissenschaft zusammenbringen.

Identity & Internet of Things

Wenn man in der digitalen Ökonomie eintrifft, kann man schnell mit einem ernsthaften Problem konfrontiert werden, und zwar dem Diebstahl der digitalen Identität. Dieses Problems nimmt sich Civic an und bietet Nutzern einen Schutz ihrer digitalen ID vor Diebstahl an. IOTA will Unternehmen ermöglichen, technologische Ressourcen im IoT-Bereich auf einem offenen Markt in Echtzeit und ohne Gebühren zu teilen.

Payments & Banking

Wenn man die analoge Welt mit der digitalen im Bereich Zahlungen irgendwie verbinden will, braucht man zumindest eine Zahlungskarte, mit der man auch in Shops bezahlen kann. Dies ermöglicht z.B. das Start-up Monaco, das nebenbei seinen Sitz in Zug hat. Monetha will eine Zahlungslösung auf Basis von Smart Contracts etablieren, die Nutzern und Händlern ermöglicht, sichere Transaktionen durchzuführen und zuverlässige Bewertungen abzugeben.

Und BlockPay bietet Händlern eine Möglichkeit, digitale Währungen zu akzeptieren, was ihnen den Zugang zu einer neuen Zielgruppe eröffnet.

 

Diese Liste enthält nicht alle Start-ups, die ihr Geschäftsmodell auf Blockchain haben. Der Überblick hilft aber erstmal zu verstehen, in welchen Bereichen eine neue und dezentralisierte Wirtschaft entsteht.

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